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Deutsche Hochdruckliga fordert Kochsalzreduktion

Pressemitteilung: Deutsche Hochdruckliga

Menschen mit Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht und Nierenerkrankungen profitieren von weniger Salz

Zum Salzstreuer greifen die Deutschen gerne und oft. Unbewusst nehmen sie zudem hohe Kochsalzmengen aus Fertigprodukten zu sich. Viele Deutsche berschreiten daher die empfohlene Tagesration Kochsalz um das Doppelte, vermuten Experten der Deutschen Hochdruckliga DHL®. Eine Verringerung des Kochsalzgehalts in verarbeiteten Lebensmitteln wre wichtig, um die dramatische Zunahme von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu stoppen.

Welche tgliche Kochsalzmenge konsumiert werden sollte und welche weiteren nderungen des Lebensstils helfen, Bluthochdruck und seine Folgen zu vermeiden, erlutern Experten auf der Pressekonferenz anlsslich des 37. Kongresses der DHL® am 12. Dezember 2013 in Mnster.

Die Deutschen nehmen durchschnittlich zehn Gramm Salz pro Tag zu sich - einen ganzen Teelffel zu viel. Die Folgen: Neben dem dadurch erhhten Blutdruck steigt auch die Gefahr, Herz- und Gefkrankheiten zu erleiden. "Eine verminderte Salzzufuhr kann den Blutdruck um durchschnittlich 4 zu 2 mmHg (systolisch/diastolisch) bei Bluthochdruckpatienten mit einem Blutdruck von ber 140/90 mmHg senken. Selbst bei Menschen mit einem normalen Blutdruck unter 140 zu 90 mmHg liee sich dieser um 1 zu 0.6 mmHg reduzieren", erklrt Universitts-Professorin Dr. Dr. med. Eva Brand, stellvertretende Direktorin der Medizinischen Klinik D und Leiterin der AG "Genetik kardiovaskulrer und renaler Erkrankungen" des Universittsklinikums Mnster. Groe Studien zeigen, dass selbst bei einer geringen Blutdrucksenkung um 2 mmHg das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung um 7 bis 10 Prozent sinkt. "So knnten Schden an lebenswichtigen Organen wie Herz, Gehirn und Nieren verhindert werden und die Bluthochdruck-Neuerkrankungen sinken."

Die neuen europischen Leitlinien der European Society of Hypertension (ESH) und der European Society of Cardiology (ESC) empfehlen den Konsum von hchstens fnf bis sechs Gramm Salz pro Tag. Insbesondere ltere Bluthochdruckpatienten und solche mit Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus, bergewicht oder einer chronischen Nierenerkrankung, profitieren laut Studien von einer konsequenten Salzreduktion. Dadurch knnten sie auch die Anzahl blutdrucksenkender Medikamente reduzieren.

Den Salzstreuer fter mal stehen zu lassen, reicht jedoch nicht aus: "Denn der Salzgehalt in industriell verarbeiteten Lebensmitteln, Fast-Food oder in Restaurants und Kantinen bersteigt oft die empfohlene Tagesmenge", fhrt Brand aus. So deckt der Verzehr der meisten Fertigpizzen und Fast-Food-Burger bereits den Tagesbedarf an Salz ab. Solange die Lebensmittelindustrie und Restaurants den Salzgehalt nicht reduzieren, hilft nur selbst Gekochtes - idealerweise mediterran, fettreduziert sowie ausreichend Obst und Gemse (300-400 g/Tag), rt die Hypertonie-Expertin. Dafr nehmen sich viele Menschen in Deutschland jedoch nicht die ntige Zeit.

Wie ein geringer Salzkonsum und andere Lebensstilnderungen Bluthochdruck verhindern, erklrt Brand auf der Pressekonferenz anlsslich des 37. Wissenschaftlichen Kongresses der DHL® in Mnster am 12. Dezember 2013.

Quellen

Diese Pressemitteilung wurde über den - idw - versandt.

zuletzt bearbeitet: 28.11.2013 nach oben

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