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Johann Sebastian Bach senkt den Blutdruck

Pressemitteilung: Deutsche Hochdruckliga

Mit Musik Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern

Seit Jahrtausenden ist bekannt, dass Musik Einfluss auf den Gemtszustand von Menschen hat. Doch sie hat auch Auswirkungen auf den Krper: Musik senkt die Herzfrequenz und den Blutdruck, beruhigt die Atmung und reduziert Stresshormone, wie neuere Studien zeigen.

Besonders in der Schmerztherapie setzen rzte sie immer hufiger ein und machen Medikamente bestenfalls berflssig. Welche Musik bei Bluthochdruck geeignet ist und wie sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann, erlutern Experten auf der Pressekonferenz anlsslich des 37. wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® - Deutschen Gesellschaft fr Hypertonie und Prvention am 12. Dezember 2013 in Mnster.

Studien zeigen, dass Musik das vegetative Nervensystem beeinflusst. "Dadurch kommt es zu emotionalen, aber auch hormonellen Vernderungen", erklrt Professor Dr. med. Hans-Joachim Trappe, Direktor der Medizinischen Klinik II an der Universittsklinik Marienhospital Herne, Klinikum der Ruhr-Universitt Bochum. "Nicht nur die Gemtslage kann sich positiv oder negativ verndern. Dadurch, dass das vegetative Nervensystem auch das Herz-Kreislauf-System kontrolliert, hat die Musik indirekten Einfluss auf die Herzfrequenz, den Blutdruck und die Atemfrequenz." Klassische Musik besitzt die strkste Heilkraft und wird in der Musiktherapie am hufigsten eingesetzt.

Doch jeder Komponist und Kompositionsform hat auch unterschiedliche Effekte auf das Herz-Kreislauf-System. So sind insbesondere Bach. Mozart, Hndel, Corelli, Albinoni und Tartini bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfehlenswert. Eine Studie mit 60 Probanden an der Universittsklinik Marienhospital Herne unter Professor Trappe zeigte, dass beispielsweise Bachs Orchesterstudie Nr. 3 den Blutdruck um durchschnittlich 7,5 zu 4,9 mmHg senkt, also von beispielsweise 140 zu 90 mmHg auf rund 132 zu 85 mmHg.

Auch die Herzfrequenz sank um etwa sieben Schlge pro Minute. Nach der Beschallung stiegen der Blutdruck und die Herzfrequenz bei den Teilnehmern hingegen wieder an. "Interessanterweise konnten wir auch Blutdrucksenkungen bei Heavy Metal Musik nachweisen", fhrt Trappe aus. Da nicht jede Musikrichtung jedem Menschen gefalle, seien natrlich auch immer individuelle Vorlieben zu bercksichtigen und machen es schwer, eine allgemeingltige Therapie zu etablieren. "Dennoch haben sich bestimmte Musikrichtungen - insbesondere aus dem klassischen Bereich - bei bestimmten Erkrankungen bewhrt", betont Trappe.

Dass Musik nun bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen als "Medikament" etabliert wird und bisherige Arzneimittel ablst, hnge von weiteren Untersuchungen ab. "Hierzu muss erst einmal ein wegweisender 'musikalischer Parameter' einer Herz-Kreislauf-Wirkung erkannt werden", so Trappe. Welche Musik bei welchen Erkrankungen sinnvoll ist und welche Entspannungsbungen helfen, den Blutdruck zu reduzieren, erklrt Trappe auf einer Pressekonferenz der DHL® am 12. Dezember 2013 in Mnster.

zuletzt bearbeitet: 09.12.2013 nach oben

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