Das unabhängige Diabetes-Portal DiabSite

Home > Aktuelles > Diabetes-Nachrichten > Archive > 2013 > 131227

Neuregelungen 2014 im Bereich Gesundheit und Pflege

Zum 1. Januar 2014 treten im Bereich Gesundheit und Pflege einige Änderungen in Kraft

Die Änderungen im Überblick:

Das Gesetz modernisiert die Ausbildung zum Rettungsassistenten grundlegend und passt sie aktuellen Anforderungen an. Die Ausbildungsdauer wird von zwei auf drei Jahre verlngert. Die Neuregelung enthlt eine umfassende Beschreibung des Ausbildungsziels und definiert Qualittsanforderungen an die Schulen und Einrichtungen der praktischen Ausbildung. Die Berufsbezeichnungen "Notfallsanitterin" und "Notfallsanitter" werden eingefhrt. Das Ausbildungsziel legt fest, ber welche Kompetenzen die Berufsangehrigen verfgen mssen, um kritischen Einsatzsituationen gerecht zu werden. Neu ist auch ein Anspruch auf Zahlung einer Ausbildungsvergtung ber die gesamte Ausbildungsdauer.

Ergnzt wird das Notfallsanittergesetz durch die Ausbildungs- und Prfungsverordnung fr Notfallsanitterinnen und Notfallsanitter. Sie bestimmt u. a. die Inhalte der Regelausbildung und die staatliche Prfung, aber auch das Nhere zur Durchfhrung der Anerkennungsverfahren bei auslndischen Berufsqualifikationen.

Verordnung zur Durchfhrung und zum Inhalt von Anpassungsmanahmen sowie zur Erteilung und Verlngerung von Berufserlaubnissen in den Heilberufen des Bundes

Die Regelungen betreffen rztinnen und rzte sowie Angehrige anderer Heilberufe, die ihre Qualifikationen im Ausland (EU- und Drittstaaten) erworben haben und ihren Beruf in Deutschland ausben wollen. Fr die Anerkennungsverfahren, die von den Lndern durchzufhren sind, werden bundeseinheitliche Vorgaben in den Approbations-, bzw. Ausbildungs- und Prfungsverordnungen der einzelnen Berufe gemacht.

Insbesondere werden die Inhalte fr durchzufhrende Eignungs- oder Kenntnisprfungen festgelegt. Hierbei wird besonderer Wert auf die berprfung der praktischen Kompetenzen gelegt, um die Qualitt der Patientenversorgung sicherzustellen. So beinhalten die Prfungen von rztinnen und rzten beispielsweise eine Patientenvorstellung.

Sprachtests sind nicht vorgeschrieben. Die Bundeslnder mssen aber prfen, ob Auslnder die fr die Berufsausbung notwendigen Sprachkenntnisse haben. Gem einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz wollen die Lnder gemeinsam einheitliche Verfahren zur berprfung der Sprachkenntnisse von rztinnen und rzten aus dem Ausland entwickeln.

nach oben

Artikel vier in der Ersten Verordnung zur nderung der Approbationsordnung fr rzte

Durch die nderung wird der schriftliche Teil des bisherigen Zweiten Abschnitts der rztlichen Prfung - unter Beibehaltung von Inhalt und Aufbau dieser Prfung - vor das Praktische Jahr verlegt. Dieser Teil der rztlichen Prfung war bei den Studierenden als sogenanntes "Hammerexamen" in die Kritik geraten, weil er bislang am Ende des sechsjhrigen Studiums nach dem Praktischen Jahr zusammen mit dem schriftlichen Teil durchgefhrt wird. Zudem werden die Prfungsteile des bisherigen Zweiten Abschnitts der rztlichen Prfung zu eigenstndigen Abschnitten der rztlichen Prfung ausgestaltet. Nach der praktischen Ausbildung im Praktischen Jahr absolvieren die Studierenden damit den mndlich-praktischen Teil des bisherigen Zweiten Abschnitts der rztlichen Prfung als neuen Dritten Abschnitt der rztlichen Prfung. Die Prfungsphasen werden damit besser den jeweiligen Lernphasen zugeordnet.

Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz

Eine am 1. Januar 2014 wirksam werdende Regelung des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes vom Oktober 2012 kann Pflegebedrftigen und ihren Angehrigen bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung helfen: Vollstationre Pflegeeinrichtungen sind verpflichtet, die Landesverbnde der Pflegekassen unmittelbar nach einer Regelprfung darber zu informieren, wie die rztliche, fachrztliche und zahnrztliche Versorgung sowie die Arzneimittelversorgung in den Einrichtungen geregelt sind. Sie sollen insbesondere auf den Abschluss und den Inhalt von Kooperationsvertrgen oder die Einbindung der Einrichtung in rztenetze sowie den Abschluss von Vereinbarungen mit Apotheken hinweisen.

Ob und welche Regelungen ein Pflegeheim hinsichtlich der rztlichen, fachrztlichen und zahnrztlichen Versorgung sowie der Arzneimittelversorgung getroffen hat, kann ein wichtiges Auswahlkriterium bei der Suche nach einer Pflegeeinrichtung sein. Die Pflegekassen haben daher sicher zu stellen, dass diese Informationen fr die Pflegebedrftigen und ihre Angehrigen verstndlich, bersichtlich und vergleichbar sowohl im Internet als auch in anderer geeigneter Form kostenfrei zur Verfgung gestellt werden.

nach oben

Durchschnittlicher Zusatzbeitrag Null

Die Bundesregierung geht davon aus, das die voraussichtlichen Ausgaben der Krankenkassen in Hhe von 199,6 Mrd. Euro im Jahr 2014 durch Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds im Durchschnitt vollstndig gedeckt werden. Damit wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag, der die Grundlage fr den steuerfinanzierten Sozialausgleich ist, bei Null liegen.

Rechengren fr die gesetzliche Krankenversicherung und die soziale Pflegeversicherung

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (Pflichtversicherungsgrenze) der gesetzlichen Krankenversicherung steigt ab dem 1. Januar 2014 auf 53.550 Euro. (2013: 52.200 Euro). Die Jahresarbeitsentgeltgrenze fr Arbeitnehmer und Angestellte, die am 31. Dezember 2002 wegen berschreitens der damals geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei und bei einer privaten Versicherungsunternehmen krankenversichert waren, steigt auf 48.600 Euro (2013: 47.250 Euro). Die Jahresarbeitsentgeltgrenze ist zur Feststellung der Versicherungspflicht heranzuziehen.

Die Beitragsbemessungsgrenze fr alle Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung steigt auf 48.600 Euro (2013: 47.250 Euro), bzw. monatlich 4.050 Euro (2013: 3.937,50 Euro).

Die Bezugsgre, die fr viele Werte in der Sozialversicherung wichtig ist, etwa fr die Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlagen fr freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung, erhht sich auf monatlich 2,765 Euro (2013: 2.695 Euro). Die genannten Rechengren gelten auch fr die soziale Pflegeversicherung.

zuletzt bearbeitet: 27.12.2013 nach oben

Unterstützer der DiabSite:

Monika Gause

Monika Gause

Weitere Angebote:

Spendenaufruf Ukraine

Hilfeaufruf Ukraine

Diabetes-Portal DiabSite startet Spendenaufruf für Menschen in der Ukraine.