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Traumjob mit Diabetes?!

Diese Rechte haben Betroffene

Junge Menschen mit Diabetes Typ 1 sind hufig unsicher, ob sie nach der Schulzeit trotz ihrer chronischen Stoffwechselerkrankung ihren Traumberuf ergreifen knnen. Berufsttige, bei denen Diabetes festgestellt wird, stehen vor der Frage, ob sie ihre bisherige Ttigkeit weiter ausben drfen. Entgegen manchem Vorurteil knnen Menschen mit Diabetes nahezu alle Berufe und Ttigkeiten ausben. Fr Betroffene ist es empfehlenswert, sich vor ihrer Berufswahl ber ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Welche Rechte Menschen mit Diabetes bei der Bewerbung und im Berufsalltag haben, erklrt Oliver Ebert, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Ausschuss Soziales der Deutschen Diabetes-Gesellschaft, am 23. Februar 2017 im Experten-Chat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe. Fragen knnen schon ab sofort auf www.diabetesde.org eingesendet werden.

Fr die meisten Berufe ist Diabetes kein Hindernisgrund - eine gute Stoffwechsellage vorausgesetzt. Bei der Berufswahl sollten Betroffene ihre Interessen und Fhigkeiten an erste Stelle setzen. Denn es gibt nur wenige Berufsfelder, die fr sie ungeeignet sind. Zu diesen gehren Ttigkeiten, bei denen im Falle einer Unterzuckerung eine erhebliche, nicht anders abwendbare Gefahr fr Dritte oder den Betroffenen selbst drohen, zum Beispiel die Arbeit als Pilot oder Busfahrer. "Birgt ein Beruf eine Fremdgefhrdung, heit das jedoch nicht automatisch, dass Menschen mit Diabetes diesen nicht ausben drfen", erklrt Rechtsanwalt Ebert und betont: "Ausnahmen sind im Einzelfall mglich. Der Nachweis ber einen gut eingestellten Blutzucker sowie die Fhigkeit zur rechtzeitigen Wahrnehmung von Unterzuckerungen kann den Wunschberuf eventuell doch noch mglich machen."

Vor einem Bewerbungsgesprch sollten sich Diabetespatienten auf mgliche Fragen zur persnlichen Gesundheit vorbereiten, am besten gemeinsam mit einem in der Sache erfahrenen Diabetologen. "Es besteht keine Verpflichtung, den potenziellen Arbeitgeber ber die Diabetes-Erkrankung zu informieren", erklrt Ebert. Einige Unternehmen verlangen eine Einstellungsuntersuchung, die jedoch nur unter Zustimmung des Bewerbers stattfindet. "Diese basiert auf freiwilliger Basis", sagt Ebert, betont aber: "Der Arbeitgeber darf die Einstellung aber von einer Untersuchung durch den Betriebsarzt abhngig machen." Der Betriebsarzt ist, wie jeder andere Arzt auch, zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ohne Einverstndnis des potenziellen Arbeitnehmers darf er dem Arbeitgeber keine Informationen ber Befunde mitteilen.

"Im Job selbst sollten Menschen mit Diabetes eher zurckhaltend mit ihrer Erkrankung umgehen", rt Ebert. Den engsten Kollegenkreis sollten sie aber ber die Diabeteserkrankung informieren, denn das frdert Verstndnis fr Zeitrume der Abwesenheit zum Blutzuckermessen und Insulinspritzen. Zudem ebnet es den Weg fr eventuelle Notflle, bei denen die Kollegen im Ernstfall eingreifen mssen.

Wer Fragen zu den Rechten von Menschen mit Diabetes im Beruf hat, kann sie Oliver Ebert am Donnerstag, den 23. Februar 2017 von 17.00 bis 19.00 Uhr im Experten-Chat von diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe, stellen.

zuletzt bearbeitet: 21.02.2017 nach oben

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