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Ethno-Medizinisches Zentrum gründet in Berlin das weltweit erste Integrationslabor

Zur Einweihung hielt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die Eröffnungsrede

Diabetes ist Thema des bisher größten Präventionsprogramms für Migranten in Europa

Eintrag ins Gästebuch: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (links) und Ramazan Salman, Geschäftsführer Ethno-Medizinisches Zentrum e.V. (EMZ),
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Das "MiMi LAB" ist ein Integrationslabor mit Migranten fr Migranten. Es hat zum Ziel, Migranten und Flchtlinge mit Potential zu identifizieren und sie durch vielfltige Angebote wie Schulung, Beratung oder Coaching gesellschaftlich, beruflich und unternehmerisch zu integrieren. Neben seiner Funktion als Kommunikationsraum fr die Debatte, Entwicklung und Umsetzung neuer Integrationsanstze, soll das MiMi LAB gleichzeitig als Koordinierungszentrale und Anlaufstelle fr die MiMi-Gesundheitsinitiative fr Migranten in Deutschland dienen, dabei wird es unter anderem vom Bundesgesundheitsministerium untersttzt. Die Rume des MiMi LAB liegen in Berlin-Kreuzberg und bieten vielseitige Nutzungsmglichkeiten.

Trger des MiMi LAB ist das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. (EMZ), ein gemeinntziges Kompetenz- und Referenzzentrum fr Migrantengesundheit. Sein Projekt "MiMi - Gesundheit mit Migranten fr Migranten" gilt als das bisher grte Prventionsprogramm fr Migranten in Europa. Das Programm beinhaltet die Ausbildung interkultureller Gesundheitsmediatoren, Gesundheitskampagnen in Migranten-Communitys und mehrsprachige Gesundheitswegweiser, u. a. zu den Themen Diabetes, Impfen, Mttergesundheit und Palliativmedizin. In Zukunft soll der bewhrte MiMi-Integrationansatz auch auf die Handlungsfelder Bildung, Arbeitsmarkt, Unternehmensgrndung/Selbststndigkeit und Demokratie-Mitarbeit bertragen werden.

Bei der gestrigen Erffnungsveranstaltung des LAB unterstrich Bundesgesundheitsminister Hermann Grhe die Bedeutung dieses Projektes:

"Viele Menschen haben in den vergangenen Monaten in Deutschland Zuflucht gesucht. Wir stehen vor der Aufgabe, die Strken jedes Einzelnen zu entdecken und zu frdern - das ist nicht nur Herausforderung, sondern auch Chance, etwa fr unser Gesundheitswesen. Wenn es beispielsweise darum geht, Pflegebedrftige mit Migrationshintergrund zu versorgen, sind die kulturellen Erfahrungen von Fachkrften eine wertvolle Ergnzung zu ihren fachlichen Fhigkeiten. Damit anerkannte Schutzsuchende mglichst bald auf eigenen Fen stehen, brauchen sie Fach- und Sprachkenntnisse, aber auch Informationen ber unser Gesundheitswesen. Mit seinem Gesundheitsprojekt "Mit Migranten fr Migranten" leistet das Ethno-Medizinische Zentrum dazu einen wichtigen Beitrag."

Ramazan Salman, Geschftsfhrer des EMZ und Erfinder Integrationslabors, leistet mit dieser Grndung erneut Pionierarbeit. Migranten mittels "Nachhaltiger sozialer Integrationstechnologien" und mit Untersttzung von "Integrationslaboren" in der Migration zum Erfolg zu fhren, lsst aufhorchen und auf Erfolgslsungen hoffen, nach der Politik und Gesellschaft angesichts polarisierender Wahlkmpfe und der Diskussion um Flchtlingsstrme hnderingend hoffen. "Im Integrationslabor werden wir mit Migranten in gemeinsamer Verantwortung mit Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Manahmen prototypisch entwickeln, umsetzen und zur Serienreife fhren. Gesundheit-, Bildungs- und Arbeitsmarktchancen sowie Demokratiemitarbeit haben hierbei tragende Rollen." Gerade das Zusammenwirken dieser Schlsselbereiche sei der "Knigsweg" fr den Integrationserfolg, so Salman.

Das Integrationslabor kann hierbei auf hochrangigen Beistand aufbauen. Das Bundesgesundheitsministerium hat fr die Gesundheitsinitiative "MiMi Deutschland - Integration und Gesundheit mit Migranten fr Migranten" Untersttzung angekndigt. Diese soll die Aus- und Fortbildung von Gesundheitsmediatoren fr Integration und Gesundheit sowie die Durchfhrung von mehrsprachigen Infoveranstaltungen zum Gesundheitswesen und insbesondere zu gesunden Lebensweisen beinhalten. "Denn", erlutert Hermann Grhe die Idee, "fr eine gelingende Integration sind fachliche und sprachliche Fhigkeiten genauso wichtig wie Kenntnisse ber unsere Gesundheitsversorgung - etwa darber, was bei Infektionskrankheiten, Unfllen oder chronischen Erkrankungen zu tun ist und wo man medizinisch versorgt wird. Das Ethno-Medizinische Zentrum leistet in der Wissensvermittlung hervorragende Arbeit: Mit Schulungen, Informationsveranstaltungen und Projekten, ob in der Suchthilfe, beim Thema Impfen, in Fragen der Ernhrung oder in der Hospiz- und Palliativversorgung. Mit unserem Online-Portal "Migration und Gesundheit", das wir in Krze starten, stellen wir Zuwanderern, Helfern und Mitarbeitern in der Flchtlingsversorgung, Verbnden und kommunalen Einrichtungen zudem hilfreiches Gesundheitswissen in zahlreichen Sprachen zur Verfgung."

Das MiMi Integrationslabor kann auf bewhrte, bereits verankerte Kooperationen des Ethno-Medizinischen Zentrums der Beauftragten der Bundesregierung fr Migration, Flchtlinge und Integration, Landesregierungen, Krankenkassen, Forschungssttten, Verbnden, Wirtschaftsunternehmen und Migrantenvereinen aufbauen.

"Labor" heit Arbeit - und nichts anderes steht Ramazan Salman und seinem Team nun bevor. Salman: "Wenn das MiMi-Integrationslabor fr ein Stckchen Frieden, Vlkerverstndigung und gelungene Integration sorgt, dann hat sich der Einsatz fr alle gelohnt. Ich glaube fest daran!"

Herausgeber: MiMi Integrationslabor - Ethno-Medizinisches Zentrum e.V. | Grobeerenstrae 88 | 10963 Berlin Tel.: 030-5507 1800 | E-Mail: berlin@mimi.eu

Bildunterschrift: Eintrag ins Gstebuch: Bundesgesundheitsminister Hermann Grhe (links) und Ramazan Salman, Geschftsfhrer Ethno-Medizinisches Zentrum e.V. (EMZ), bei der Erffnung des MiMi LAB in Berlin.
Bildquelle: Ethno-Medizinisches Zentrum e.V.

zuletzt bearbeitet: 25.04.2017 nach oben

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