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Als Diabetiker gut zu Fuß

Weltdiabetestag rückt Volkskrankheit in den Fokus der Öffentlichkeit

In Ostbayern sind Diabetes-Patienten jetzt noch besser versorgt

Patienten mit dem Risiko für das Diabetische Fußsyndrom erhalten im Diabetologischen Fußzentrum am UKR eine spezialisierte medizinische Betreuung Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland sind von der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus betroffen, etwa 250.000 von ihnen leiden zustzlich am Diabetischen Fusyndrom. Bei dieser Folgeerkrankung des Diabetes sind die Fe besonders anfllig fr Verletzungen. Wunden heilen schlecht und knnen zu Hautgeschwren, Infektionen und zum Absterben von Gewebe fhren. Ursache dafr sind Nervenschdigungen oder auch Durchblutungsstrungen in den Beinen aufgrund erhhter Blutzuckerwerte. Fr den Betroffenen bedeutet das einen Verlust der Mobilitt, der Eigenstndigkeit und damit der Lebensqualitt.

Das Diabetische Fusyndrom kann sogar bis zur Amputation des Fues fhren. "Patienten mit dem Risiko fr das Diabetische Fusyndrom bentigen eine spezialisierte medizinische Betreuung. In Bayern ist die Versorgung dieser Patienten ausbaufhig. Deshalb haben wir das Diabetologische Fuzentrum am Universittsklinikum Regensburg etabliert", erklrt Dr. Melanie Kandulski, rztliche Leitung der diabetologischen Fuambulanz des Diabetologischen Fuzentrums, Fachrztin fr Innere Medizin und Diabetologin an der Klinik und Poliklinik fr Innere Medizin I, Direktorin Prof. Dr. Martina Mller-Schilling. Diabetiker in Ostbayern knnen im Diabetologische Fuzentrum seit Oktober 2017 ein Expertennetzwerk konsultieren, das dem Diabetischen Fusyndrom vorbeugen und so Amputationen verhindern will.

Um eine individuelle, ganzheitliche Maximalversorgung der Patienten zu gewhrleisten, arbeiten im Fuzentrum verschiedene Kliniken des Universittsklinikums Regensburg eng zusammen. Wunden werden medizinisch versorgt, die Blutwerte der Patienten berprft und die Medikation angepasst. Es knnen Therapien zur Verbesserung der Durchblutung z. B. durch Interventionen wie Schulungen in Selbstuntersuchung und Fupflege oder durch gefchirurgische Eingriffe initiiert werden. Auch eine Betreuung durch die Diabetesberater des Klinikums ist mglich. Gemeinsam mit Angehrigen, Pflegediensten und dem behandelnden Podologen wird die Verbesserung der Wundbehandlung zu Hause sichergestellt. Zustzlich besteht eine enge Zusammenarbeit mit Orthopdietechnikern und Orthopdieschuhmachern. Sie knnen Betroffenen geeignetes Schuhwerk zur Druckentlastung anpassen.

Interdisziplinres Team schliet Versorgungslcke in Ostbayern

"In der Oberpfalz kommen etwa 1.300 Patienten auf eine spezialisierte ambulante Einrichtung, in Nordrhein-Westfalen sind es im Vergleich 385 Patienten. Mit unserem Angebot schlieen wir also eine Versorgungslcke in der Region", begrndet Dr. Kandulski, die ber viel klinische Erfahrung auf dem Gebiet der Behandlung des Diabetischen Fusyndroms verfgt, die Notwendigkeit des Zentrums. Im Diabetologischen Fuzentrum am Universittsklinikum Regensburg arbeiten innerhalb des UKR die Bereiche Innere Medizin, Dermatologie, Gefchirurgie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie eng mit speziell geschulten Pflegekrften und Diabetesberatern eng zusammen. Das Diabetologische Fuzentrum am UKR betreut Patienten von Montag bis Freitag. Eine vorherige Terminvereinbarung unter 0941 944-7010 ist erforderlich.

ber den Weltdiabetestag

Der Weltdiabetestag am 14. November wurde 1991 von der Internationalen Diabetes-Fderation IDF und der Weltgesundheitsorganisation WHO initiiert. Seit 2006 ist der Weltdiabetestag ein offizieller Tag der Vereinten Nationen. Dieser Aktionstag bildet die weltweit grte Diabetes-Sensibilisierungskampagne, mit der mehr als eine Milliarde Menschen in ber 160 Lndern erreicht werden. Laut Schtzungen der IDF sind derzeit rund 382 Millionen Menschen, davon 56 Millionen Europer, an Diabetes erkrankt.

Bildunterschrift: Patienten mit dem Risiko fr das Diabetische Fusyndrom erhalten im Diabetologischen Fuzentrum am UKR eine spezialisierte medizinische Betreuung.
Bildquelle: Universittsklinikum Regensburg

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zuletzt bearbeitet: 14.11.2017 nach oben

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