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Advent und Weihnachten sind die Zeit der köstlichen Schlemmereien

Pressemitteilung: Süßstoff-Verband e.V.

Menschen mit Diabetes müssen auf weihnachtliche Leckereien nicht verzichten

Pfefferkuchenhaus
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Auch die Weihnachtsmrkte locken mit Glhwein, gebrannten Mandeln und Bratwurst. Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 mssen darauf nicht verzichten. Sie sollten die Leckereien jedoch nur in Maen verzehren und auf die Menge der Kohlenhydrate achten sowie den Blutzuckerspiegel im Auge behalten.

Worauf Menschen mit Diabetes in der Weihnachtszeit achten sollten, darber sprach Anja Krumbe vom Sstoff Verband mit Dr. oec. troph. Astrid Tombek von diabetesDE - Deutschen Diabetes-Hilfe. "Wenn sie einige Dinge bercksichtigen, mssen sie nicht ganz verzichten", sagt Dr. Astrid Tombek, Ernhrungswissenschaftlerin und Diabetesberaterin: "Fr Menschen mit Diabetes Typ 1, die Insulin spritzen, ist insbesondere wichtig, die Menge an Kohlenhydraten der verschiedenen Gerichte zu kennen." Menschen mit Diabetes Typ 2 mssen darber hinaus in der Regel auch die Kalorien im Blick behalten. Und auch wenn Dominosteine, Pltzchen, Christstollen und Spekulatius locken, Menschen mit der Stoffwechselerkrankung Diabetes Typ 1 oder Typ 2 sollten dabei nicht vergessen, dass die sen Speisen auch viel Zucker beinhalten und den Blutzuckerspiegel schnell in die Hhe treiben knnen. "Mit 5 Makronen haben sie bereits die maximal pro Tag empfohlene Zuckermenge von 50 Gramm erreicht", erlutert Frau Dr. Tombek.

"Bei vielen Rezepten kann man aber den Zuckeranteil reduzieren oder auch mit Zuckeraustauschstoffen backen und mit Flssigsstoff sen. Alternativen zum Zucker gibt es gengend, allerdings ist die Verwirrung beim Diabetiker gro, denn er muss nicht nur wissen, wie s ein Sungsmittel ist, sondern auch, wie es sich auf den Blutzuckerspiegel auswirkt." Hier besteht ein hoher Schulungsbedarf, wie die Expertin wei. Informationen aus dem Internet sind dabei nicht immer hilfreich wie der Beratungsalltag der Diabetesberaterin zeigt, da hufig der Absender unklar ist und Aussagen daher nicht nachvollziehbar sind.

Insgesamt empfiehlt Frau Dr. Tombek einen moderaten Umgang mit Sem: "Bevor man zugreift, sollte man sich immer fragen: Ist das gut fr mich, meinen Kopf, meinen Bauch, meine Seele? Oder ist das nur eine Angewohnheit?" Auch der Besuch auf dem Weihnachtsmarkt sollte nie mit leerem Magen beginnen. "Wer hungrig den Duft von Sem und Herzhaftem wahrnimmt, verzehrt hufig viel mehr von den berwiegend sehr kalorienreichen Leckereien als geplant." Beim Weihnachtsessen empfiehlt es sich zudem, ppige Gerichte mit wrzigen Braten, cremigen Soen und sahnigen Torten leicht abzuwandeln, sodass sie weniger Kalorien und Fett enthalten, aber dennoch gut schmecken. "Ich empfehle meinen Patienten gerne, mehr Gemsebeilagen zu essen und sich bei Klen und Soe zurckzuhalten", erklrt Tombek. "Bei Getrnken ist es besonders hilfreich, auf den Zuckergehalt zu achten, denn hier kommen schnell beachtliche Zuckermengen zusammen. Wenn es s sein soll, dann sind in Maen Lightgetrnke und Sstoff im Kaffee oder Tee fr Diabetiker auf jeden Fall die bessere Wahl.

Dass die Verwendung von Sstoffen fr die Gewichtsreduktion hilfreich sein kann, zeigen zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten. So belegen aktuelle Studienergebnisse, dass Sstoffe, die Gesamtenergieaufnahme nicht erhhen und auch die Lust auf Ses nicht frdern. Bei solchen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Verzehr stehen hufig sstoffgeste Getrnke im Blickpunkt. Dabei wird immer wieder ein Vorteil besttigt: werden sstoffgeste Getrnke vor oder zu einer Mahlzeit getrunken, werden die Kalorien, die man sich im Getrnk spart, nicht durch eine grere Verzehrmenge ausgeglichen. Andersherum heit das: trinkt man kalorienhaltige Getrnke, fallen die Kalorien aus dem Essen noch oben drauf!

Ein groes Problem in der Weihnachtszeit ist zudem die mangelnde Bewegung: "Viele Menschen bewegen sich in der kalten Jahreszeit zu wenig, weil ihnen bei den Temperaturen die Motivation zum Sport fehlt. Zusammen mit kalorien- und zuckerreichen Mahlzeiten ist anhaltender Bewegungsmangel aber eine ungnstige Kombination", sagt Tombek und betont: "Der Figur, dem Herz-Kreislauf-System und dem Blutzucker zuliebe sollten nicht nur Menschen mit Diabetes, sondern alle Menschen mehrmals die Woche Bewegung regelrecht einplanen." Dabei muss es nicht unbedingt der Gang zum Fitnessstudio sein, Winterspaziergnge an der frischen Luft, Rodeln oder einfach nur mit dem Hund laufen sind ebenso gut fr die Gesundheit.

Nach ihrem "Weihnachtswunsch" fr die Diabetikerberatung gefragt, antwortet die Diabetesexpertin spontan: "Mein Wunsch ist es, dass die Menschen viel frher zu uns in die Beratung kommen. Die erste Manahme - bevor Medikamente gegeben werden - sollte immer eine Schulung sein.?

Wir danken Frau Dr. Tombek fr dieses interessante Gesprch und hoffen, dass ihr Wunsch fr die Diabetikerberatung in Erfllung geht.

Viele hilfreiche Informationen rund um das Thema Diabetes stehen auf der Website von diabetesDe zur Verfgung.

Mehr Informationen zu Sstoffen, Rezepte fr die Weihnachtsbckerei und zuckerfreie Getrnke gibt es unter www.suessstoff-verband.de

zuletzt bearbeitet: 23.12.2017 nach oben

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